| Otto Buchegger erzählt aus seinem Leben |
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Zeitverschwendung durch MedienDem Thema Zeitverschwendung habe ich viele Gedanken gewidmet. Besonders die Lebenszeitbetrüger habe ich angeprangert, wie ich heute weiß, waren die dort angeführten leider nicht ganz vollständig. Ich habe die Medien dabei vergessen. Aber jetzt als alter Mann kann ich ja noch ergänzen, was ich bisher versäumt habe. Damit die Liste nicht einseitig wird, werde ich auch anführen, was mir Zeitgewinn gebracht hat. Denn nicht alle Medien waren schlecht, einige haben sich auch als sehr hilfreich, ja unentbehrlich, erwiesen. Ich habe es jetzt ein gutes Jahr getestet. Für mich war es pure Zeitverschwendung. Das einzig wichtige, was ich dabei gelernt habe war, dass es sich unter gewissen Umständen ganz gut als Marketingtool eignet. Aber leider habe ich in meiner Lage dafür keine Verwendung mehr. Als solides Kommunikationsmittel halte ich es für ungeeignet. Die Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit und Konzentration halte ich für verheerend, speziell für Jugendliche, die sich ja darin - fast ausschließlich - bewegen. Die Kosten, die Firmenmitarbeiter damit verursachen, sind prohibitiv hoch. Google+Technisch gesehen sind die Unterschiede zu Facebook nicht so gravierend, trotzdem wird es eine andere, in meinen Augen - bessere - Rolle als Social Web spielen. Die Unterschiede liegen erstens in den "Hangouts", die Videotelefonieren wirklich kinderleicht machen, zweitens in den "Circles" (Kreisen), die gezielte und sichere Kommunikation erlauben werden und drittens in der Aufhebung der Anonymität, die hoffentlich durchgehalten werden kann. YouTubeEs erhält von mir eine neutrale Beurteilung. Das Angebot ist so riesig, dass es für alle Zwecke gut eingesetzt werden kann: Zum Totschlagen von Langeweile genauso wie zur qualifizierten Weiterbildung. Für meine Hobbys ist YouTube ein Segen. Meine lokale TageszeitungSie ist leider großteils Zeitverschwendung. Wirklich informativ sind für mich nur die Todesanzeigen und einige Termine. Alles andere ist entbehrlich. Jetzt haben ja die Journalisten einige Wochen gestreikt und ich habe ihren "Qualitätsjournalismus" nicht vermisst. Im Gegenteil es war eine Erleichterung. Keine politischen Hetzen mehr, keine Kritiken, die nicht nachvollziehbar waren, keine Lobhudeleien für unfähige Politiker. Eine Wohltat. TEDDieses Videoportal über "Ideas worth spreading" ist überwiegend informativ. Natürlich ist auch hier nicht alles gleich gut, aber die positiven Beiträge überwiegen deutlich. Sehr zu empfehlen. FernsehenDie Nachrichten auf ARD und ZDF halte ich für unentbehrlich, ebenso den Börsenticker auf n-tv. Alle andere ist entbehrlich. Das Tagesprogramm der privaten ist Mist. Das Programm der Öffentlich- Rechtlichen mag insgesamt besser sein, allerdings zu den Zeiten, wo ich es sehen kann, ist es das nicht. Bei deren Nachtsendungen schlafe ich schon. Ich bin am Überlegen, ob ich meinen alten Fernseher gegen einen Digitalfernseher eintauschen werde. Wahrscheinlich werde ich es aus Trägheit machen, eine Notwendigkeit gibt es dafür nicht. Überregionale TageszeitungenAkzeptabel - mit Einschränkungen - ist für mich nur die Süddeutsche Zeitung (SZ). Alle anderen, inklusive FAZ, die ich vor einigen Jahren noch gerne gelesen habe, interessieren mich nicht mehr. Leider macht auch die SZ zuviele Kampagnen und will politischen Willen durchdrücken, anstelle nur zu informieren. Meine Sehnsucht nach einer liberalen, modernen, deutschen Tageszeitung, mit geringem Umfang und einem handlichen Format, ohne Sportteil, ohne aufgeblähtes Feuilleton und ohne den schon beim Druck obsoleten Zahlenwust aus der Wirtschaft (der nur in der dazu gehörigen Online-Ausgabe Sinn macht) bleibt im Kern ungestillt. Spiegel und FocusSie bestehen primär aus Desinformation, mit verschiedene Blickwinkeln, ebenso deren Online- Ausgaben. Insgesamt alles nur Zeitverschwendung. WikipediaIch schäme mich, dass ich dieses Projekt einmal begeistert unterstützt habe. Was ist daraus nur geworden: Eine Arena für Streber und Zensoren. Es wurde nie verstanden, dass Wikipedia eben keine Enzyklopädie ist, sondern ein neues Medium, nämlich ein Archiv für den Zeitgeist. Ich verlinke manche Artikel, wenn ich zu faul bin, bessere Quellen zu suchen. Aber jede aktive Mitarbeit halte ich nur für frustrierende Zeitverschwendung. BücherDie aktuellen Bestseller sind als Eintagsfliegen Zeitverschwendung, aber es gibt genügend andere, die es Wert sind, dass man sich die Zeit nimmt, sie zu lesen. Uni-Fernsehen / MediathekenSehr interessant und fast immer den Aufwand und auch die Zeit wert. Für meine Zwecke hilfreich. Da ich bei Google Mail bin, erreicht mich kein SPAM mehr und die Kontakte über E-Mail sind wichtig, weil sie meine Telefonkontakte ersetzen. Telefon und Faxhabe ich abgeschafft und ich vermisse sie auch nicht. Für Notfälle habe ich ein Handy, deren Nummer nur meine Familie kennt. RadioHöre ich nur noch beim Autofahren. Da ich kaum fahre, ist der Genuss auf wenige Minuten in der Woche beschränkt. HörbücherAlle Versuche, mich für dieses - angeblich bei Senioren so beliebte Medium - zu begeistern, sind gescheitert. Ich mag einfach nicht, wenn mir jemand das Lesetempo diktiert. Musik auf CDsÄltere Titel brauche ich dringend, und die besitze ich auch, aber nach 1995 ist sie unhörbar geworden. Aktuelle Musiktitel sind ohne Interesse für mich. InternetinformationenSie sind meine Hauptinformationsquelle: Wetter, Weltnachrichten, Adressen, Öffnungszeiten, Produktinformationen, sie alle möchte ich nicht mehr missen. Telefonbücher, Branchenverzeichnisse, TV Journale, Fachzeitschriften, neue Atlanten oder Landkarten findet man in meiner Wohnung keine mehr. SmartfonDie Androiden, preiswert und Google+ integriert, werde auch ich verstärkt einsetzen. Sie machen wirklich Sinn, um auf die Internetwelt auch unterwegs zugreifen zu können. Die FunkuhrAuch wenn sie nur eine einzige Information anbietet, die genaue Zeit am Armgelenk hilft mir, entspannt durch den Tag zu kommen. DigitalkameraDer für mich unentbehrliche Begleiter, vor allem für "Notizen". Die Zeit, die ich dafür aufwende, auch wenn sie viel ist, halte ich für gut investiert. ReisenSie waren über viele Jahre eine wichtige Informationsquelle und wo immer ich kann, versuche ich auch noch heute mich persönlich zu informieren. Aber inzwischen sind - neben Alterserscheinungen und nicht mehr so reichlich Reisebudget - einige andere Faktoren vermehrt aufgetreten, die das Reisen vermiesen. Primär sind es die Streiks aller Art, politische Instabilitäten und die langen Wartezeiten durch Sicherheitschecks. Da bleibt man doch ganz gerne auch Zuhause. Das persönliche GesprächUnentbehrlich und nur selten Zeitverschwendung. Mit
Menschen, die mir dabei einmal die Zeit gestohlen habe, rede ich kein zweites Mal. Aber
sonst geht nichts über ein längeres, persönliches Gespräch. Man sieht, dass ich alt
geworden bin und ich mich auf das Wesentliche konzentrieren kann. |
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| Impressum E-Mail | 2011 Otto Buchegger |
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